Feeling B - Mix mir einen Drink
Die Ostberliner Punk-Band Feeling B agierte nie wie eine normale Band, denn hier regierten Anarchie, Spaß und Lebensfreude. Sie sangen »Mix mir einen Drink, der mich woanders hinbringt« und öffneten auf ihre Art die engen Verhältnisse. Damit eng verwoben, wird die schillernde Biographie des viel zu früh verstorbenen Feeling B-Gründers und Szene-Motors Aljoscha Rompe erzählt.
Erstmals schildern drei Ex-Mitglieder von Feeling B ausführlich ihre Zeit bei der Band – ein Muss für alle Feeling B-Fans. Mit ausführlichen Interviews mit Paul Landers und Flake Lorenz, die damals bei Feeling B waren und heute mit Rammstein weltweit erfolgreich sind.
FEELING B – PUNK IM OSTEN! Der Erfolgstitel jetzt erstmals als Taschenbuch!
Erscheint am im Frühjahr 2010.
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14,90 EUR In Deutschland portofrei! |
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DAS BUCH
»Wir wollen immer artig sein« schmetterte die Ostberliner Punk-Band Feeling B grinsend und verhöhnte so die repressiven Herrschaftsverhältnisse der DDR. Seit der Gründung 1983 agierte Feeling B nie wie eine normale Band, sondern verkörperte jenseits aller Rockkonventionen ein einzigartiges Lebensgefühl. Sie foppten das System mit lustvoller Lebensfreude und produzierten 1989 die erste offizielle Punk-LP der DDR in einem Sound, den es zuvor überhaupt nicht gab. Im Film »Flüstern & Schreien« schrieben sie Rock-Geschichte. Feeling B hat die DDR nicht erschüttert, spielte aber den Soundtrack zu ihrem Untergang.
Aljoscha Rompe, Kopf von Feeling B, starb mit 53 Jahren am 23. November 2000. Er war ein eindrucksvoller Anführer der DDR-Musikszene. Rompe durchlebte die klassische Antikarriere des privilegierten Funktionärskindes, dessen Stiefvater Robert Rompe im ZK der SED saß. Seit Anfang der achtziger Jahre erkundete Aljoscha als Schweizer Staatsbürger fremde Länder und war von den Alternativen westlicher Prägung enttäuscht. Er entschied sich für das interessantere Leben im Osten.
Nach der Wende etablierte er mit anderen das Szene-Gemeinwesen Wydoks. Mit der Stilllegung von Feeling B 1993/94 gründeten seine ehemaligen Band-Kollegen Paul Landers, »Flake« Lorenz und Christoph Schneider die international erfolgreiche deutsche Band: Rammstein. Mitte der Neunziger entdeckte Aljoscha die Kraft des Techno und reanimierte Feeling B. Auf der Suche nach Bewusstseinserweiterung wurde Rompe am Ende Weltenbummler.
DER INHALT
Der Leser erfährt in Geschichten, erzählt von Bandmitgliedern, Freunden, Kollegen und Angehörigen:
• wie die wichtigste Punk-Band der DDR, Feeling B, entstand
• wie Feeling B-Begründer Aljoscha Rompe sich vom DDR-Physiker erst zum Dissident mit Knasterfahrung, dann vom Punk-Papst Ostberlins zu einem Wilhelm Reich-Verehrer entwickelte
• wie Götterspeise mit einem Nacktkonzert im Freibad Freiberg zusammenhängt
• warum Feeling B das Polen der Solidarnosc als Fluchtpunkt wählte
• warum es im thüringischen Nest Steinbrücken Tequila- und Sex-Hütten gab
• wie Sänger Aljoscha die Stasi auflöste
• unter welchen Umständen die erste Punkplatte der DDR entstand
• warum Feeling B am Tag des Mauerfalls schleunigst zurück in den Osten wollte
• wie Feeling B flüsternd und schreiend in die Kinos kam
• warum der französische Staatspräsident Mitterand Feeling B empfing und ihnen die Hände schüttelte
• warum Feeling B in der Wendezeit Häuser besetzten und zu den ersten Kommunalwahlen antraten
• wie Keyboarder Flake erst Maler wurde und dann als Regisseur das Berliner Schillertheater retten sollte
• wie Feeling B New Orleans eroberte, in Atlanta Prince begegnete und in der Sci-Fi-Serie Star Trek eine Hauptrolle spielte
• erstmals die ausführliche persönliche Schilderung der Entstehung der Erfolgsband Rammstein
DER AUTOR
Ronald Galenza, geb. 1957 in Berlin (Ost), Journalist und DJ. Seit 1986 Musikredakteur bei Radio DT 64, anschließend Rockradio B, seit 1993 bei Radio Fritz. Beschrieb die unabhängige Musikszene der DDR für diverse Zeitungen und Zeitschriften. Heute Multimedia-Redakteur bei Radio Fritz (ORB). Mehr Infos unter: www.beat-poet.de
Heinz Havemeister, geb. 1958 in Eisenberg, 1982-1987 Studium der Kunstwissenschaft an der Humboldt-Universität, ab 1988 Mitherausgeber der Samizdat-Zeitschrift Liane, 1990 Mitgründung des Verlags- Druckhauses Galrev, Mitarbeit bis 1993, Mitglied der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot, verschiedene Musikprojekte, Beteiligung an Theater- und Musikproduktionen, Beiträge in Kunstzeitschriften, Tageszeitungen.
Beide Autoren sind die Herausgeber des Standardwerkes »Wir wollen immer artig sein – Punk, New Wave, HipHop, Independent-Szene in der DDR 1980 - 1990«
Die Zielgruppe
- Alle Rock-Interessierten, denn hier lernt man das Rockleben mit allen Höhen und noch mehr Tiefen kennen, alle Interessierten an Kulturgeschichte und Umbruchzeiten, denn es geht um weit mehr als Rock’n’Roll und Künstler-Sozialisation unter schwierigen Umständen.
- Alle Feeling B-Fans und an DDR-Geschichte Interessierte, denn Feeling B war nur in der DDR denkbar und lernte schnell, mit den Widrigkeiten des Systems umzugehen und zu spielen.
- Rammstein-Fans, denn hier wird zum ersten Mal ausführlich und ganz persönlich die Entstehungsgeschichte der Band erzählt.
DIE PRESSE
»Im Osten Punk zu sein, war keine üble Sache. Auch der zögerlichste Strubbelkopf und Stiefelträger galt noch in den späten 80-ern als Störenfried. Nicht nur bei Staat und Schule, Spießer oder Eltern. Lustiger war, Bluesfans, Bärtige und Bürgerrechtler ihres Monopols auf Gegenkultur zu berauben. Deshalb hat dann auch der Westen eine Band wie Rammstein nie verstanden. Aber Rammstein diesen Westen um so besser. "Mix mir einen Drink" und "Wir woll'n immer artig sein" von Feeling B., das waren die Geburtssongs einer Haltung: der vorgetäuschten Verstörung. Feeling B, die Megaband des Ostberliner Undergrounds, mit Flake und Paul Landers, heute Rammstein. Dieses Buch legt nicht nur vollkommen erschöpfend dar, aus welchem Geist die größte deutsche Band der Gegenwart erwachsen ist. Es ist ein Dokument aus Interviews und Bildern, wie es war, im Osten gegen alles und für nichts zu sein. Es war: nie langweilig.« Die Welt
»Zum fünfundfünfzigsten Geburtstag von Aljoscha erscheint „Mix mir einen Drink“ von Ronald Galenza und Heinz Havemeister. Das offizielle Feeling B-Fanbuch ist ein fröhliches Kulturwerk zur Sozialisierung einer Generation der DDR mit der Musik Feeling B’s. Die Geschichte der DDR-Subkultur erscheint als Partyhistorie. Die Struktur der Gespräche schiebt ein klares Gesamtbild des ostdeutschen Untergrunds zusammen, das jeden Erinnerungsroman überflüssig macht. Das Buch ist wichtig, es wirft den Leser zurück auf seine eigene Biographie und ist zuverlässige Handlungsanleitung für die Zukunft.« Junge Welt
Am 1. Oktober erscheint ein recht umfangreiches Buch, das vom Weg einer Band berichtet, ''die auszog den Menschen in der DDR das Lächeln beizubringen'': FEELING B. Seit ihrer Gründung 1983 verkörperte die Ostberliner Punkband wohl ein einzigartiges Lebensgefühl. Der Tod Aljoascha Rompes am 23.11.2000 war den Autoren Anlaß ein Buch über die Band und über die Zeit der letzten Jahre der DDR zu schreiben... Die Titel der Band überzeugten vor allem durch bewußten Dilletantismus und Gaudi, wodurch sie heute sicher zur Fraktion der Fun-Punk-Bands zählen würden. Lorenz und Landers schlossen sich in den 90er Jahren Rammstein an. Rompe arbeitete mit anderen Musikern als Aljoscha und Feeling B weiter.« Deutschland-Radio
»Nun ist auch das große, dicke Buch zur Band erschienen: "Mix mir einen Drink", benannt nach einer Mitgröhl-Hymne der trinkfreudigen Polkapunk-Kapelle. Die Autoren Ronald Galenza und Heinz Havemeister hatten im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf vor zwei Jahren schon ein ausgezeichnetes Buch über die DDR-Independent-Rockszene herausgegeben, das auch nach einem Feeling-B-Schlachtruf benannt war: "Wir wollen immer artig sein". Es gibt viele gute Gründe für diese Bandbiografie. Entscheidend für die Qualität des Buches sind die Ehrlichkeit und der Witz, mit dem sich die Feeling-B-Überlebenden Flake Lorenz und Paul Landers zu ihren wilden Jahren verhalten. Das Buch erzählt und erklärt die Geschichte der Band vor allem aus den Beziehungen der Musiker zueinander. Wer im Feeling-B-Buch blättert, liest sich unweigerlich in den oft komischen Episoden fest.« Berliner Zeitung
»Punk im Osten: Auch hinter dem Eisernen Vorhang wurde die Jugend verschwendet. Die Autoren Ronald Galenza und Heinz Havemeister lassen die Geschichte von Flake, Paul, Christoph, von ihren Freunden, Mitstreitern, Weggefährten und Frauen erzählen, montieren die Interview-O-Töne zur spannenden Zeitreise in die untergegangene Republik. Ein detailgetreues, authentisches Sittengemälde des Undergrounds zwischen Hiddensee und Thüringen, vor allem aber der Szene um den Prenzlauer Berg. Und ein so faszinierendes wie liebevolles Denkmal für einen, den sie den Störtebeker des Punks nannten.« Musikexpress
»Sie waren Pioniere des DDR-Underground und vertonten den Untergang des Sozialismus: Feeling B. Diese Band-Biographie schildert die Anfänge der ostdeutschen Punk-Kultur – und ihr Dilemma. Sie waren laut, betrunken – und sie konnten nicht spielen: Die Konzerte der legendären Band Feeling B versanken meist im Chaos. Trotzdem veröffentlichten die Musiker die erste offizielle Punkplatte der DDR. Ein Rückblick.« Tagesspiegel
»Mix mir einen Drink, die Biographie Aljoscha’s Band Feeling B, ist ein Glücksgriff geworden: anschaulicher, bunter und lebendiger konnte das subversive Leben in der DDR kaum beschrieben werden. Der Lebensentwurf Feeling B zerbrach an der Konsumoberfläche des Westens. Dies ohne peinliche Sentimentalitäten oder Verklärungen aufzuzeigen ist den Autoren hervorragend gelungen.« TIP Berlin
»Mix mir einen Drink – Feeling B ist ein Buch über das Jungsein in der DDR. Paul Landers sagt: „Ob Osten, ob Westen – uns geht’s immer am besten!“ Ein Buch zum Gucken und Festlesen.« Berliner Kurier
Das Besondere an dem Buch ist, daß die beiden Autoren nur Originalstimmen der beteiligten Zeitzeugen zusammen gefügt haben. Die sind so tricky ineinander montiert, daß so eine richtige Geschichte und DDR-Musikgeschichte erzählt wird. Wenn man sich ein bißchen für Musik, oder Punk-Rock oder die damaligen kulturellen Verhältnisse in der DDR interessiert, ist es super spannend. Das Buch ist schlicht mehr als eine Band-Biographie.« Radio Fritz (ORB)
»Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein. Da steht die DDR-Punk-Band Feeling B vor einer SED-Einstufungskommission. Nachzulesen in einem Gesprächsband über die wohl bekannteste Punkband der DDR. Das von Ronald Galenza und Heinz Havemeister herausgegebene Buch ist vor allem ein Denkmal für den Sänger Aljoscha Rompe. Vor allem als Legende: Feeling B schrieben den Soundtrack der untergehenden DDR. Natürlich verabreicht das Buch trotzdem eine gehörige Dosis Musiker-Romantik. Aber es gibt eine zweite, tiefere Ebene. Zwangsläufig erzählt diese etwas andere Biografie auch die Wendegeschichte der Band und berichtet, wie der Osten im Westen ankam - oder eben nicht. Auch für die vermeintlich unabhängige Subkultur galt es, einen neuen Platz zu finden. Diese Offenheit macht das Buch lesenswert. Unterschiedliche Meinungen stehen unkommentiert nebeneinander. Die Vielfalt verhindert falsche Nostalgie.« Märkische Allgemeine
»Aus Interviews mit zahllosen Weggefährten, von Musikerkollegen bis hin zum Volksbühnenstar Henry Hübchen, haben die Publizisten Ronald Galenza und Heinz Havemeister eine faszinierende deutsche Biografie zusammenmontiert - und vielleicht das beste momentan erhältliche Buch über den Untergang der DDR und die Jahre danach.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Kultbuch zur Kultband. 'Am besten alle Tipps in den Wind schlagen, nur machen, was man selber will', sagt Flake, ‚das ist das Feeling -B-Erbe von Rammstein.' Eine Geisteshaltung, die die bücherschrankgroße Feeling-B-Biografie "Mix mir einen Drink" liebevoll beschreibt, die die beiden Szenekenner Heinz Havemeister und Ronald Galenza jetzt aus wochenlangen Gesprächen mit Flake Lorenz und Paul Landers destilliert haben. Es ist die Rückkehr in ein anderes Land: Besser als jede hochgelehrte Alltagsanalyse beschreibt der Weg der Berliner Band die Möglichkeit, sich in der DDR-Enge Freiräume zu erobern.« Mitteldeutsche Zeitung
»Keine gewöhnliche Bandbiografie, sondern ein fesselndes Dokument, das mehr über die gesellschaftlichen Nischen und die verworrene Geschichte des letzten Jahrzehnts der DDR verrät, als über die bloße Musik. Galenza und Havemeister haben die Szene vom Prenzlauer Berg durchforstet und unzählige O-Töne gesammelt. Der vielstimmige Chor der Zitate ergibt einen reflektierten Blick auf das subversiv-kreative Geschehen jenseits der offiziell existierenden DDR-Kultur.« Neues Deutschland
»1983 wurde Feeling B gegründet, zehn Jahre später entstand daraus Rammstein. Doch die Geschichte von Feeling B ist weit mehr als eine Vorläufer-Historie der Rammstein-Biografie. Die Autoren haben die ausführlichen Augenzeugenberichte mit viel Sachverstand und Feingefühl zu einer spannenden dokumentarischen Collage montiert, die ein Lebensgefühl wieder wachruft, das nur mittelbar mit "Punk im Osten" zu tun hat, eher schon mit dem Abschied von der Unschuld auf vielen Lebensebenen. Und in diesem Fall auch mit dem Verlust eines Menschen: des Sängers Aljoscha Rompe. Man muss ihn nicht gekannt haben und man muss nicht Feeling B oder Rammstein mögen, um dieses mit zahlreichen Fotos angereicherte, empfehlenswerte Buch mit Gewinn zu lesen.« Musikwoche.de
DIE DATEN
- Autoren Ronald Galenza & Heinz Havemeister
- FEELING B – MIX MIR EINEN DRINK
- PUNK IM OSTEN. MIT AUSFÜHRLICHEN GESPRÄCHEN
- MIT FLAKE, PAUL LANDERS UND VIELEN ANDEREN
- ca. 500 Seiten
- ca. 150 Abbildungen
- Taschenbuch mit einem separaten Farbteil
- ISBN 978-3-89602-905-8
- 14,90 EUR (D)
- Erscheint am 1. Oktober 2009
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